Frau L., 55 Jahre,  Rechtsanwältin. Der Klientin ist das Muskeltesten bekannt.
Anlass der Sitzung war das Gefühl von Erschöpfung, von einem nicht verstandenen Gefühl von Widerstand im Büro. Grundsätzlich ist es ein Beruf, den die Klientin sehr gerne ausführt.

Wir beginnen  mit der Stoffsammlung und schreiben auf der Flipchart alles auf, was im Laufe eines Arbeitstages durchschnittlich zu behandeln ist. Die Klientin nennt Faxe, Briefe, Emails, Telefonate, gerichtliche Verfügungen, Mandantengespräche, Gerichtstermine, Berechnungen durchführen, Schriftsätze diktieren kontrollieren, und ehrenamtliche Tätigkeit. Um die Sammlung zu vervollständigen füge ich hinzu: Privatbereich, Freunde, X-Faktoren.
Ich beginne den nächsten Schritt mit wenigen Vortests: Zentraler Energiefluss, Ja/nein. Dann testen wir mit dem Indikatormuskel vorderer Deltamuskel alle einzelnen Punkte durch.

Der Indikatormuskel schaltet bei dem Wort Email ab.


Ich frage die Klientin, was sie mit dem Wort Email alles in Verbindung bringt: Emails sind aufwendig in ihrer Beantwortung; die Emails sind oft in Kurzform geschrieben, so dass sie doch verhältnismäßig viel Zeit in ein klares Verständnis der Nachricht investiert werden muss. Es ist oft unklar, auf was wirklich Bezug genommen wird. Zusätzlicher Druck entsteht dadurch, dass meist eine sofortige Bearbeitung verlangt wird. Erst in diesem Gespräch wird Frau L. deutlich, wie viel Stress noch auf dieser Kommunikationsform liegt. Um einen Anhaltspunkt zu haben, testen wir die Höhe des Stresses (die Negative Emotionale Ladung) aus. Sie liegt bei 67 %. Als weitere Aussagen formuliert Frau L. spontan blockierende Überzeugungen: „Ich bin verantwortlich für Unvorhersehbares.“ „Die Arbeit kontrolliert mich.“  

Um das energetische Muster des Stressors näher zu benennen, teste ich die Augen, die Ohren und die Überkreuzbewegungen. Die Ohrenergie schaltet ab. (Anmerkung 2)
Dieses Muster ist Alter von zwei Jahren an geankert.
Was assoziiert die Klientin mit zwei Jahre alt sein ? Ich schreibe die einzelnen Stichworte wieder an die Flipchart und teste die Priorität. Es handelt sich um die Aussage:  „Ich bin schuld ein Mädchen zu sein (und nicht als Junge geboren worden zu sein).“
Die Klientin erweitert spontan die Aussage „Ich bin verantwortlich für Unvorhersehbares“ zu einem Grundgefühl, dass sie oft hat. Sie fühlt sich für Ereignisse verantwortlich, die von ihr nicht beeinflussbar sind. Der Muskeltest zeigt an, dass die Informationen  ausreichend besprochen wurde. Frau L. wählt den Zielsatz:: „Ich bin sicher in mir.“ Diesen schreibt sie über die Stoffsammlung an die Flipchart.
Über kinesiologische Fingermodi (Anmerkung 3) teste ich die balancierende Vorgehensweise. Es zeigt die Polaritätenbalance an. Der Prozess der inneren Neuorganisation ist beendet, als Frau L. tief durchatmet und ihre Augen öffnet. Der Muskeltest bestätigt der Klientin fühlbar, dass dieser Teil des Prozesses abgeschlossen ist. Mit weiteren Muskeltests wird das neue energetische Bild geankert. Das Wort Email zeigt nicht mehr als Stressor an. Der Stressprozentsatz ist auf null.

Nach dieser Sitzung fühlt sich die Klientin rundum gut und ist sehr im Kontakt mit sich. Als Hausaufgabe wählt sie die Übung "die Denkmütze" aus dem Brain Gym Programm (Balance der Ohrenenergie, Zugang zur Selbstwahrnehmung). Die Sitzung dauerte eine Stunde. Frau L. ist heute weiterhin erfolgreiche Anwältin. Sie hat Freude an ihrer Arbeit. Die Erschöpfung ist in der Intensität nicht wieder aufgetreten.

Anmerkung

Der Test der Ohrenergie ist ein Standardtest der Kommunikation. Die Ohren sind besonders mit der Eigenwahrnehmung verbunden. Schaltet meine Ohrenenergie ab, gab es vorher einen Punkt, an dem ich mich nicht wahrgenommen habe, an dem ich nicht mit mir kommuniziert habe.. Wo und wann habe ich nicht auf meine innere Stimme gehört? Was bedeutet es für mich, das wieder zu tun? Es geht also um mehr als die rein mechanische Korrektur mit bekannten Techniken. Die Klientin erlernt die Kombination von traditioneller Balance und vertiefter Eigenbeobachtung.